- Start
- Häufige Fragen
- Vor der Ausbildung
Fragen vor der Ausbildung
Vor der Ausbildung
9 Fragen
-
Das FEES-Curriculum richtet sich an Ärzt:innen sowie an Logopäd:innen, Sprachtherapeut:innen und klinische Linguist:innen. Ergotherapeut:innen sind im DGN-Curriculum nicht als Zielgruppe vorgesehen.
Das bedeutet nicht, dass eine Ergotherapeutin oder ein Ergotherapeut die Methode nicht erlernen kann — aber ein offizielles Zertifikat nach DGN oder ESSD ist auf diesem Weg nicht zu erwerben. Bei besonderen Konstellationen empfiehlt sich eine direkte Anfrage bei der Arbeitsgruppe FEES der DGN.
-
Das Berufsgesetz der Logopädie in Österreich schließt Diagnostik durch bildgebende Verfahren ein. Die Frage der Delegation stellt sich im österreichischen Kontext anders als in Deutschland — und wird in der klinischen Praxis überwiegend durch einrichtungsinterne Regelungen und interdisziplinäre Kooperationsstrukturen beantwortet.
Die therapeutische oder diagnostische Tätigkeit setzt immer eine ärztliche Verordnung voraus!
-
Berufsrechtlich: Nein. Das österreichische Berufsgesetz der Logopädie ist eindeutig — Diagnostik einschließlich bildgebender Verfahren obliegt der Logopädie. Eine gesonderte Zertifizierung ist keine Voraussetzung für die Durchführung von FEES.
Das Argument für das Zertifikat ist trotzdem substanziell: Die strukturierte Ausbildung nach Curriculum, mit supervidierten Untersuchungen und Abschlussprüfung, stellt sicher, dass die Qualifikation nicht nur vorhanden, sondern auch nachweisbar und vergleichbar ist. In Stellenbewerbungen, der interdisziplinären Zusammenarbeit und im Gutachterkontext macht das einen Unterschied. Man braucht es nicht — aber man will es haben.
-
Es gibt keinen Fixpreis — die Ausbildung ist kein Paket.
Basiskurs: Abhängig vom Anbieter (DGN) bzw. der ESSD. Viele Einrichtungen übernehmen Kurskosten für ihre Mitarbeiter:innen.
Supervision: In der eigenen Einrichtung bei einer Kollegin oder einem Kollegen häufig ohne gesonderte Kosten. Externe Supervisionen nach Vereinbarung.
Prüfungsgebühr: Aktuelle Beträge direkt bei DGN oder ESSD erfragen.
Reisekosten fallen an, wenn die Ausbilderin oder der Ausbilder nicht in der eigenen Einrichtung ist.
-
Inhaltlich sind die Curricula nah beieinander — das ESSD-Curriculum wurde auf Basis des DGN-Curriculums entwickelt. Beide beschränken sich auf neurogene Dysphagien.
Der Unterschied liegt in Organisation und Anerkennung: DGN-Kurse werden von externen Anbietern durchgeführt und von der DGN akkreditiert, Zertifikat durch DGN + DSG, primär DACH-Raum. ESSD-Kurse werden von der ESSD selbst veranstaltet, Zertifikat durch die ESSD, europaweit breiter anerkannt.
In der Praxis entscheidet meist der geografische Standort: Deutschland → DGN, Österreich → ESSD.
-
Das DGN-Zertifikat ist im deutschsprachigen Raum anerkannt. Für breitere europäische Anerkennung ist das ESSD-Zertifikat die bessere Wahl.
-
In Deutschland gibt es Kurse nach dem DGN-Curriculum — von externen Anbietern durchgeführt, von der DGN akkreditiert.
In Österreich finden Kurse nach dem ESSD-Curriculum statt — veranstaltet von der ESSD selbst.
Die inhaltlichen Anforderungen sind vergleichbar, da das ESSD-Curriculum auf dem DGN-Curriculum aufbaut. Der strukturelle Unterschied liegt in der Kursorganisation und der ausstellenden Institution.
-
Voraussetzung ist zunächst ein gültiges FEES-Zertifikat. Dann: 150 indirekt supervidierte Untersuchungen mit einer Ausbilderin oder einem Ausbilder, davon 30 komplexe Fälle, klinische Berufserfahrung (Therapeut:innen) bzw. Facharzt (Ärzt:innen), bestandene Ausbilder-Prüfung.
-
Für Logopäd:innen und Sprachtherapeut:innen sind folgende Voraussetzungen erforderlich:
- 2 Jahre klinische Tätigkeit mit Schwerpunkt in der neurologischen Patientenversorgung
- Davon mindestens 3 Monate auf einer neurologischen Fachabteilung
Idealerweise ist diese Berufserfahrung bereits vor dem Basiskurs vorhanden. Spätestens aber zum Zeitpunkt der Anmeldung zur FEES-Zertifikatsprüfung muss sie erfüllt sein.
Keine Frage passt zu „“.
Wenn sie fehlt, schreib mir: mail@fillbrandt.at